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Ob in der Kühltheke beim Discounter um die Ecke oder auf der Speisekarte in italienischen Restaurants. Sie sind überall. Gnocchi. Kleine, leckere Klößchen, die sich wunderbar mit den verschiedensten Zutaten kombinieren lassen. „Gnocchi“ bedeutet auf italienisch schlicht „Klöße“. In der italienischen Küche finden sie sich in zahlreichen Varianten wieder.

Woraus bestehen Gnocchi?

Die kleinen Klöße werden im Gegensatz zu den meisten Nudelsorten die aus Hartweizengrieß bestehen, überwiegend aus Kartoffeln hergestellt. Deshalb ist die klassische Gnocchi-Variante auch keine Nudel! In Italien werden fest kochende Kartoffeln meist bevorzugt. In vielen Rezepten, gerade in Deutschland, findet man aber auch die Empfehlung, mehlig kochende Kartoffeln zur Zubereitung zu verwenden. Neben der Kartoffel kommen aber auch Hartweizen- oder Weizenmehl und abhängig vom Rezept auch Eier zum Einsatz. Wie Nudeln gart man sie üblicherweise in Salzwasser.

Charakteristisch für Gnocchi ist ihr Äußeres. Bei der Herstellung werden sie an die mit Mehl bestäubte Arbeitsfläche gedrückt und für gewöhnlich mit Rillen versehen. Dies dient der Oberflächenvergrößerung und verleiht den Gnocchi ihre spezifischen Eigenschaften in Bezug auf die Aufnahmefähigkeit von Soße.

Weitere Varianten

Neben den klassischen Gnocchi auf Kartoffelbasis, den „Gnocchi di Patate“, welche man recht häufig an der norditalienischen Küste antrifft, gibt es noch weitere Varianten.

Die „Gnocchi alla Romana“ zum Beispiel. Wie der Name bereits erahnen lässt, kommt auch diese Sorte aus Italien. Genauer gesagt, aus Rom. Diese Variante kommt ganz ohne Kartoffeln aus und wird stattdessen mit Hartweizengrieß zubereitet.

In Südtirol sind auch Gnocchi-Variationen auf Brotkrümelbasis – „Gnocchi di pane“ – und mit Spinat populär.Gnocchi-Gericht

Aber nicht nur in Italien stehen die Klöße hoch im Kurs. Auch andere europäische Länder haben ihre eigenen charakteristischen Variationen hervorgebracht – Wie Frankreich mit den „Gnocchi Parisienne“.

Klöße die als Gnocchi bezeichnet wurden, soll es in Italien übrigens schon vor etwa 500 Jahren und damit vor dem großen Durchbruch der Kartoffel in Europa gegeben haben. Spanische Entdecker brachten die „Erdäpfel“ von Südamerika nach Italien, wo sie dankbar angenommen und weiterverarbeitet wurden.

Zu was passen Gnocchi

Man kann sie als Beilage zu den verschiedensten Gerichten verwenden, aber auch als eigenständiges Gericht. In der Pfanne gebraten oder mit etwas Salbeibutter serviert, sind sie einfach unwiderstehlich. Weil sie schneller garen als traditionelle Pasta, eignen sie sich auch für ein schnelles Essen unter der Woche bestens. Gnocchi zu kochen ist außerdem keine Raketenwissenschaft. Kochendes Wasser, etwas Salz – und wenn sie oben schwimmen sind sie fertig. Ganz einfach, oder?

In Italien werden die Klöße wie Pasta üblicherweise im ersten Hauptgang, dem „primo piatto“, eines Menüs serviert. Bevorzugt Donnerstags – dem „Gnocchi-Tag“.

Gnocchi aus dem Tiefkühlregal sind in kürzester Zeit zubereitet. Man kann sie aber auch einfach selbst machen. Den Unterschied schmeckt man! Besonderes Talent bedarf es nicht, auch ungeübten und mäßig begabten Köchen prognostizieren wir gute Resultate.