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Nudeln kochen? Was will man da falsch machen!? Wasser in den Topf, Nudeln und Salz rein, kochen umrühren und fertig. Nun, fast. Mit unseren Kochtipps könnt ihr euch ein für allemal von halbgaren oder lätschigen Nudeln verabschieden. Das gilt auch für blutige Anfänger und weniger talentierte Hobbyköche. Ist eigentlich kinderleicht. Ihr müsst nur ein paar Dinge berücksichtigen, dann holt ihr das letzte aus jeder Nudel raus!


Damit die Pasta al dente ist und wie beim Italiener um die Ecke schmeckt und nicht in Form und Konsistenz wie eine Qualle aus der Ostsee aussieht, haben wir eine Checkliste für dich erstellt, die dich Schritt-für-Schritt Nudeln richtig kochen lässt. Denn es gibt sie, die perfekte Nudel. Etwas Feintuning und der Genuss beim Essen ist garantiert.
Der versierte Hobbykoch mag im Halbschlaf perfekte Nudeln zaubern können, während er fünf andere Dinge nebenher macht. Ein blutiger Anfänger jedoch, ist bei seinem ersten Mal oft überfordert. Dass auch ihm die Pasta ein Grundnahrungsmittel werden kann, das er aus dem FF macht, …
Aber auch für Fortgeschrittene und Hobbyköche werden einige Dinge erfahren, von denen sie noch nichts wussten.
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Nudeln sind perfekt, wenn der Magen knurrt und es schnell gehen muss. Eigentlich passen sie immer. Zu jedem Anlass, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ob als Beilage oder Hauptgericht, mit Tomatensoße, Käse oder Bolognese. Von Pasta kann man sagen, dass sie einem nie zum Hals heraushängt. Es gibt nahezu nichts, was nicht zu Nudeln passt, denn sie haben selbst keinen ausgeprägten Eigengeschmack, aber dafür die Fähigkeit, sich mit dutzenden Zutaten zu verbinden und so zu einem geschmacklichen Highlight zu werden.

Nudeln kochen, ob fertig gekauft oder selbst gemacht, ist easy. Wenn man ein paar Regeln beachtet.

Wie viel Pasta brauche ich überhaupt?

Zunächst einmal sollte geklärt werden, wie viele Nudeln man überhaupt benötigt. Wenn die Portionsgröße nicht angegeben ist auf der Verpackung, kann man natürlich auf den gesunden Menschenverstand zurückgreifen, wobei gesagt werden sollte, dass Nudeln beim kochen Wasser ziehen.

Es wird meist empfohlen, pro Person mit 100 bis 125 Gramm Nudeln Trockengewicht zu rechnen bei einem Hauptgericht und mit 60 bis 80 Gramm, wenn die Nudeln nur als Beilage serviert werden.

Wir stufen ein diese Menge jedoch eher als eine Art „Aperitif“ einapa. Die offizielle Wikipedia-Definition ist unserer Meinung nach sehr treffend:

„Ein Aperitif ist ein meist alkoholisches Getränk, das vor dem Essen konsumiert wird, um den Appetit anzuregen und auf die bevorstehende Mahlzeit einzustimmen.“

Gut, den Teil mit dem alkoholischen Getränk müsste man eventuell durch Pasta ersetzen. Wenn man selbst also zu den Vielfraßen gehört und sich gelegentlich dabei erwischt gerade die vierte Portion in den Teller zu schaufeln oder ähnlich gestrickte Gäste erwartet, darf auch etwas mehr nehmen und muss nicht so konservativ rechnen.

Hier ist natürlich auch entscheidend, was es zu den Nudeln gibt. Nur ein Sößchen oder eine sättigende Portion Fleisch?

In Italien vertraut man hier mehr auf’s Gefühl.

Welche Nudelsorte man verwendet, hängt maßgeblich vom Geschmack ab. Aber auch von der Fähigkeit unterschiedlicher Pastasorten, verschiedene Soßen zu binden. Man aber grundsätzlich sagen, dass zu kräftig gewürzten Soßen größere bzw. dickere Nudeln besser passen und umgekehrt zu feineren Soßen dünnere Nudeln.

Was wir zum Nudeln kochen brauchen

# Nudeln
Tortellini, Ravioli, Gnocchi (wobei Letzters nicht wirklich Nudeln sind). Gekauft oder selbst macht? Die Wahl ist frei!

# Ein Topf
Der Kochtopf sollte ausreichend groß sein. Die Nudeln müssen schwimmen können.Der Topf sollte ausreichend groß sein, da das Volumen mit dem Kochen zunimmt. Es gibt auch spezielle Pastatöpfe.

Es gibt eine Faustregel die besagt „10-100-1000“, was für 10 Gramm Salz auf 100 Gramm Nudeln und einen Liter Wasser steht.

# Optional einen Wasserkocher
Verbraucht weniger Energie und geht schneller. Einfach das Wasser im Wasserkocher erhitzen und in den Topf geben. Es soll auch Verrückte geben, die direkt im Wasserkocher Nudeln zubereiten.

# Ein Nudelsieb
Sollte rechtzeitig, bevor Nudeln fertig sind, bereitstehen. Sehr praktisch ist auch eine Abgießhilfe. Damit können die Nudeln danach im Topf warmgehalten werden.

# Salz zutaten-nudeln
Geht auch ohne, schmeckt aber doch etwas fad.

# Wasser
Wird in den meisten Fällen wohl aus dem Wasserhahn kommen, was absolut ausreichend ist.

# Utensilien / Werkzeug / Besteck
Fast wie im OP benötigen wir auch zum Nudeln kochen ein paar Utensilien.
Kochlöffel, Gabel. Eine Schere, um Spaghettis… Nein, kleiner Scherz. Weiteres Werkzeug brauchen wir nicht wirklich.

Es kann losgehen.

Wasser – lieber zu viel als zu wenig!

In einem ausreichend großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Nicht zu wenig sollte es sein. Wir empfehlen auf 100g Nudeln trocken mindestens 1 Liter Wasser. Mehr Wasser benötigt man eigentlich nur, wenn die Nudeln besonders lang sind. Spaghetti zum Beispiel. Wenn ein Ende oben rausguckt, gart es logischerweise nicht – und Nudeln die an einem Ende halbgar sind sind nun wirklich keine Offenbarung.
Wenn man Nudeln ins kochende Wasser gibt, kann man sich auf die Zeitangabe Verpackung in der Regel verlassen. Man kann außerdem bis zu 50 Prozent Energie sparen, wenn man Wasserkocher benutzt, um das Wasser vorher zum Kochen zu bringen.
Bloß nicht zu sparsam mit dem Wasser sein in Topf. Nudeln brauchen Platz. Platz zum Schwimmen. Sonst kleben sie zusammen und bilden unentwirrbareen Knoten. Es reicht daher nicht, wenn sie gerade so bedeckt sind oder im „worst case“ aus dem Wasser herausragen. In diesem Falle könnte ein Teil al dente sein, der andere aber noch knüppelhart.

Eine italienische Weisheit besagt: „Die Gäste warten auf ihre Nudeln, nicht umgekehrt!“

Die Frage mit dem Salz

Ob sie es in das kalte Wasser geben oder in das warme Wasser: Die Unterschiede sind minimal. Mehr zum Thema Salz & Nudelwasser finden Sie hier.

Die Frage mit dem Deckel

Eins steht fest: Wenn die Nudeln im Topf sind, sollte der Deckel runter vom Topf. Mehr zum Thema Deckel beim Nudeln machen finden Sie hier.

Die Frage mit dem Öl

Fast schon eine Religion ist die Frage, nach dem Öl und dem Nudelwasser, der wir uns hier widmen. Kurze Antwort: Öl ist in den allermeisten Fällen nicht notwendig.

Die Frage mit dem Abschrecken

Nudeln nach dem Kochen mit kaltem Wasser abzuschrecken, ist keine gute Idee.

Garzeit: Wie lange brauchen Nudeln?

garzeit-nudelnDie Nudeln sind im Topf? Großartig! Jetzt heißt es warten. Nach wenigen Minuten sind frische Nudeln meist schon fertig. Wenn man eine Variante aus dem Supermarktregal erstanden hat, lohnt sich ein Blick auf die Packung. Denn dort ist die Garzeit für die entsprechende Sorte genau angegeben. Ehe man sie ins Nudelsieb gibt, sollte man aber auf jeden Fall eine aus dem Topf fischen um zu prüfen, ob sie die richtige Konsistenz hat. Natürlich kann unter Umständen auch der persönliche Geschmack Einfluss auf die entsprechende Garzeit haben. Außen sollten die Nudeln zart sein und innen noch ein wenig Biss haben. Italienische Köche verwenden hier den Begriff „al dente“. In diesem Zustand müsste sie an der Wand kleben bleiben – das aber besser nicht ausprobieren. Wenn man die Garzeit verallgemeinern wollte könnte man aber sagen, dass trockene Nudeln in der Regel 8 bis 12 Minuten benötigen, während frische, selbst gemachte Pasta nur etwa 2 bis 5 Minuten Kochzeit benötigt. Frische Pasta muss natürlich kein Wasser mehr aufnehmen, sie enthalten schon viel Flüssigkeit. Jetzt aber: Wenn sie fertig sind, gleich ins Nudelsieb geben, denn die Pasta gart sonst einfach munter weiter. 30 bis 35 Gramm getrocknete Teigwaren ergeben etwa 100g gekochte Teigwaren.

Frische Nudeln sind meist schon nach wenigen (ca. 3) Minuten fertig; bei fertig gekauften am besten auf die Packungsangabe achten und eine Nudel 1 Minute vorher testen, ob sie bissfest ist.

Wenn man die Nudeln nach dem Kochen warmhält, neigen sie dazu, zu einem festen Klumpen zu verschmelzen. Wenn man Nudeln für später aufheben möchte, kann man es gleich machen, wie es in Italien Tradition hat. Man mischt die Pasta gleich mit der Soße, so verhindert man das Zusammenkleben. Die Soße sollte entsprechend vor den Nudeln fertig sein und auch das Sieb sollte man bereithalten. Alternativ kann man auch etwas Kochwasser mit in die Schüssel geben, auch das verhindert die Verklumpung. Aber nicht zu viel, sonst werden die Nudeln wässrig!

Manche Nudelsorte verträgt auch etwas Butter vor dem Servieren. Schwäbische Spätzle zum Beispiel. Die Butter einfach unter die Nudeln rühren und schon schmecken sie nochmal so gut. Auch angebraten in Butter sind sie einfach köstlich!

Was mit dem Nudelwasser machen?

Das Kochwasser kann man nach dem Abgießen für später aufbewahren, denn daraus kann noch eine leckere Soße gezaubert werden. Das liegt hauptsächlich am hohen Stärkeanteil im Nudelwasser. Einfach in eine Pfanne geben und die gewünschten Zutaten für die entsprechende Soße mit hineingeben. Das stärkehaltige Wasser dickt die Soße optimal an! Für eine Tomatensoße wären die Zutaten zum Beispiel passierte Tomaten, Tomatenmark, eine Brise Salz sowie Gewürze der Wahl.

Nudeln in der Pfanne kochen

Einige „Experten“ kochen ihre Nudeln auch in der Pfanne. Benötigt werden: Eine tiefe Pfanne, Nudeln, kaltes Wasser.
Einige auserwählte, selbsternannte Nudelkönige haben auch für sich äußerst exquisite Nudelkoch-Methoden entwickelt. So kochen einige ihre Nudeln in der Pfanne. Effizient und energiesparend soll es sein. Fleißig muss man allerdings beim Umrühren sein, sonst kleben die Nudeln am Pfannenboden fest und die Zeitersparnis endet im mühsamen reinigen und schaben. Trotzdem ist die Pfannenmethode eine gute Wahl, gerade für kleinere Nudelmengen.